Meiner heißt Sepp. Wie heißt Ihrer?

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Meiner heißt Sepp. Wie heißt Ihrer?

Als ich unlängst am Morgen wach wurde und in meine Küche ging, war er wieder da.
Der Hund…. nein, eigentlich ein Schwein.
Hmmm… Sitzt da und lächelt mich sarkastisch an der … na was ist das eigentlich für ein Tier?

Hunderte Male habe ich schon mit Ihm diskutiert, er hat sogar schon einen Namen von mir bekommen, aber was das wirklich ist habe ich erst da gesehen.
Ein Schweinehund, besser – MEIN Schweinehund! Ich habe Ihn Sepp getauft, weil ich ja sehr häufig mit Ihm zu tun habe.

Eigenartiges Tier, sitzt da und grinst. Hindert mich daran die Dinge zu tun die ich eigentlich tun sollte.
Na egal, ich mache mir erstmal einen Kaffee und dann plane ich meinen Tag: Das Seminar vorbereiten, endlich die Raumanmietung mit dem Institut fixieren, die Einladungen versenden, die Unterlagen für das Finanzamt zusammenstellen, und so weiter und so fort.

faultierAlso los! Hmmm … Schönes Wetter heute, da kann ich auch etwas draussen unternehmen. Mal die Wettervorhersage googeln. Morgen wird es nicht so schön wie heute, da kann ich ja dann morgen alles machen. Aber heute genieße ich noch den Tag.

So, oder so ähnlich geht es mir sehr häufig und es wird, bis auf das Allernotwendigste, nichts erledigt.

Klingt das vertraut für Sie?

Das fatale an der Situation ist erstens, dass nichts weitergeht im Leben und zweitens, dass ich bei den Dingen die ich „anstatt“ tue, meistens vor mir selber „ein schlechtes Gewissen“ habe. Das wiederum läßt mich die „Ersatzhandlung“ nicht wirklich geniessen.

Ein Dilemma für mich, der Sepp ist in seinem Element.

Mittlerweile komme ich ja ganz gut mit dem Sepp aus, weil ich verstanden habe dass er einfach da ist und er immer da sein wird.
Wenn er also wieder so dasitzt und mir alle Motivation nimmt, dann spreche ich mit Ihm.

„Ja, ich sehe Dich. Trotzdem habe ich x, y und z zu tun und das werde ich auch machen. Egal was Du mir wieder in den Kopf setzen willst“.
Das hilft … teilweise.

Hier meine „Werkzeugkiste“:

Der 5 Minuten Deal – Am Beispiel „Täglich laufen“:
Der Sepp sagt „Heute bist Du zu müde und außerdem ist es kalt“.
Ich sage „Ok, aber ich gehe mal 5 Minuten, dann entscheide ich ob ich weiterlaufe oder nicht“.
Wenn ich dann nach 5 Minuten aufhöre ist das OK! Ich brauche kein schlechtes Gewissen zu haben. Meistens läuft man dann aber die vorgenommene Zeit/Distanz, weil man eben schon „dabei“ ist.

Das Zwiegespräch:
Wie schon kurz beschrieben, führe ich ein „Gespräch“ mit dem Sepp. Eine kleine Diskussion eben. Alle Vorteile und alle Nachteile.
Danach komme ich meistens in die Gänge. Dieter 1 – Sepp 0

Der Zielzustand:
Die Visualisierung des Zielzustandes überwindet in vielen Fällen meinen Sepp.
„Wenn ich das Zimmer fertig gestrichen habe, dann ist alles frisch und sauber und das ist mein Wunsch.“ – Der Sepp ist dann gerade nicht da. Wahrscheinlich quält er jemanden anderen.

Belohnung:
Wenn ich mir eine Belohnung für „geleistete Anstrengungen“ verspreche, gehen mir die Dinge auch leichter von der Hand. Sepp hat Pause.

Das alles und noch viel mehr können auch Sie tun, um Ihren persönlichen Sepp „auszutricksen“!

Bleibt nur noch eine Frage: Wie heißt Ihr Schweinehund?

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DieterSesselSchattenFür weitere Informationen zum Thema Motivation, mentale Stärke, das Verlassen der eigenen Komforzone, usw. können Sie mich gerne jederzeit unter kontakt@inwendig.at erreichen.
Lesen Sie auch meine weiteren Blogartikel hier.

Bis dahin alles gute,
Dieter

PS: „Jetzt gönne ich mir einen Espresso und einen Keks! Sepp, du bekommst nichts.“


1 Comment

Florian

September 6, 2016at 7:49 pm

Lieb 🙂 ab sofort heisst der auch bei mir Sepp…

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