Der Weg ist das Ziel – Ja schon, aber…

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Der Weg ist das Ziel – Ja schon, aber…

Vermutlich kennen Sie das: Sie haben ein Ziel, sei es eine Veränderung an der eigenen Person oder die erfolgreiche Absolvierung einer Aufgabe.
Zu Beginn läuft alles gut, Sie sind motiviert und voller Tatendrang. Nach einer gewissen Zeit wird es aber immer mühsamer und zäher sich am Ziel zu orientieren und die ganze Sache verläuft im Sand.

ZielflaggeDas Ziel wird nicht erreicht, aber das macht nichts – denn es gab ja gute Gründe dafür:
Der Regen der vom Laufen abhält. Andere, wichtigere Dinge sind zu erledigen. „Heute bin ich zu müde dafür, aber morgen..“. „Das funktioniert nicht, weil…“. „Eigentlich ist es so wie es ist eh gut.“ etc.

Ziele werden entweder schnell und mit Leichigtkeit, oder eben gar nicht erreicht.
Leider sind die nicht erreichten, selbst vorgenommenen Ziele die weitaus Häufigeren.

Meiner Erfahrung nach hat man, nach der Erkenntnis das Ziel nie zu erreichen, kurzfristig ein schlechtes Gefühl „im Bauch“, das legt sich aber – dank der „internen“ Kommunkation warum das so ist/war – schnell wieder. Weil es eben nicht möglich war. So glaubt man.

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In Wirklichkeit scheitern nicht erreichte Ziele in aller Regel nicht an der Undurchführbarkeit, sondern einzig alleine durch eine „falsche“ Zielsetzung.

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Wie Sie Ihre Ziele leichter erreichen an einem Beispiel:
Stecken Sie sich Ihr Ziel nach der Regel der „wohlgeformten Ziele“.

  • Positive Formulierung: Ein Ziel soll immer positiv formuliert sein.
    • Falsch: „Ich werde nicht mehr so faul rumsitzen.“
      „nicht so viel“ z.Bsp. bedingt ein „Denken“ von „faul rumsitzen“, um es dann nicht mehr zu tun. Dies ist klarerweise kontraproduktiv.
    • Richtig(er): „Ich werde wieder mehr laufen.“
      Diese Formulierung löst „mehr“ und „laufen“ in unserem Gehirn aus, was zwingend ein besseres „Bild“ auslöst.
  • Konkrete Formulierung:
    • Falsch: „Ich werde mehr laufen.“
    • Richtig: „Ich werde ab 1. September 2016, bei jedem Wetter, jeden Tag am Morgen um 06:30 für 30 Minuten laufen. “
      Unkonkrete Formulierungen werden in aller Regel nicht erreicht. Die konkrete Fromulierung lässt keinen Raum für „Ausreden“
  • Überprüfbar:
    • Die Zielsetzung soll überprüfbar sein. In unserem Beispiel könnten Sie ein „Lauftagebuch“ mit allen gewünschten Informationen führen.
      Anhand der Aufzeichungen haben Sie immer die Kontrolle.
  • Selbstständig erreichbar:
    • Das Ziel soll selbstständig erreichbar sein. Die Abhängigkeit von einem Laufpartner oder Laufpartnerin zum Beispiel wäre ein „Fehler“, denn dann gibt es wieder Platz für „Ausweichstrategien“ wie: Meine LaufpartnerIn hatte ja keine Zeit, oder ähnliches.
  • Realistisch:
    • Das Ziel soll darauf hin überprüft werden, ob es auch erreichbar ist.
      Zu hohe Ziele erzeugen innerliche Blockaden, da Sie selbst nicht von der Erreichbarkeit des Zieles überzeugt sind.
      Wenn Ihr Ziel messbar sein sollte, dann ist es auch förderlich sich ein Minimal-, Normal und Maximalziel zu setzen.
    • Beispiel: „Ich werde ab dem 1. September 2016, an allen 7 Tagen der Woche, bei jedem Wetter, 5 km laufen.“
    • Sie halten nun in Ihrem Lauftagebuch die absolvierten Läufe und auch die Zeiten fest. Zu Beginn erreichen Sie zum Beispiel eine Zeit von rund 40 Minuten pro Lauf.
    • Nach z.Bsp. 2 Wochen können Sie sich z.Bsp, folgendes Ziel setzen.
      • „Ich werde ab dem 15. September 2016, an allen 7 Tagen der Woche, bei jedem Wetter, 5 km in 40 Minuten laufen.“
        • Minimalziel: 40 Minuten
        • Normalziel: 38 Minuten
        • Maximalziel: 36 Minuten
      • Damit ist gewährleistet, dass Sie eines Ihrer Ziele immer sicher erreichen und sich keine Enttäuschung einstellt.
  • Bedeutsames, attraktives Ziel:
    • Das Ziel soll, neben allen anderen Punkten, auch ein wichtiges und für Sie attraktives Ziel sein, ohne jedoch von außen getrieben zu sein.
    • „Wäre schon schön wenn….“ oder „Schlecht wäre es nicht wenn…“ scheinen hier nicht attraktiv oder motivierend zu sein.
    • „Mir geht es ganzheitlich besser“, „Ich habe Spaß an der Bewegung und an meinem Fortschritt“ wären z.Bsp. erstrebenswerte Ziele.

 

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In unserem Beispiel könnte die Zieldefinition so aussehen:

„Ich werde ab dem 1. September 2016 an allen 7 Tagen der Woche, bei jedem Wetter 5km laufen, weil mir laufen Spaß macht und ich mich ganzheitlich besser fühle.“

Die Erfüllung all dieser einfachen Regeln stellt die beste Basis zur Erreichung Ihrer gesetzten Ziele dar und ist von immenser Bedeutung.

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DieterSesselSchattenFür weitere Informationen zum Zielsetzungstraining, der Überwindung des „inneren Schweinehundes“ (Blogartikel folgt) und zur erfolgreichen Erreichung Ihrer Ziele können Sie mich jederzeit gerne unter kontakt@inwendig.at erreichen.

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Alles Gute,
Dieter


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